Zukunftsweisende Digital-Konferenz der deutschen Motorradbranche

IVM-Jahreshauptversammlung 2020

Ein Empfang im eindrucksvollen Amtssitz der Bundeskanzlerin anlässlich des 30. Jahrestages des Industrie-Verbandes Motorrad in Deutschland wäre, genauso wie das gemeinsame Essen im Reichstagsgebäude, mit wertvollen politischen Gesprächen und  einem hohen Erinnerungswert verbunden gewesen. Alles minutiös geplant, alles abgesagt. Die IVM-Jahreshauptversammlung 2020 fand zum ersten Mal im virtuellen Konferenzraum statt - insofern auch ein historischer Akt.

Dabei technisch gewiss nicht anspruchslos, denn über 50 Teilnehmer zusammen zu schalten, zu Wort kommen zu lassen, Präsentationen und Abstimmungen durchzuführen gehört zu den Herausforderungen digitaler Kommunikation. Die rasante Qualitätsentwicklung entsprechender Sofwareangebote ist leider eng mit den massiven Rückschlägen für die Veranstaltungskultur verbunden.

 

IVM-Präsident Henning Putzke (BMW Motorrad) und Ronald Kabella (Bucher AG/Motorex) als Vizepräsident der Fördermitglieder wiesen in Ihren Begrüßungen auch ausdrücklich auf die schwierigen gesellschaftlichen Pandemie-Folgen hin. Thematisiert wurde auch der unumgängliche Aufschub der INTERMOT und natürlich die Marktsituation trotz der coronabedingten Schließung der Verkaufsräume und vor allem der Zulassungsstellen in weiten Teilen Deutschlands.

 

Henning Putzke thematisierte die dennoch erfolgreiche Marktentwicklung, die besonders im Bereich der leichten, urbanen Mobilität der Roller und Motorräder mit 125 Kubikzentimetern eine deutliche Steigerung von über 70 Prozent erreichte. Daran habe die Einführung der Führerscheinergänzung „B196“ einen erheblichen Anteil. Gemeint ist die Erweiterung der PKW-Fahrerlaubnis B auf das Führen von 125-er Fahrzeugen der Klasse A1 mit bestimmten Auflagen, aber ohne Prüfung.

 

Der Markt der Leichtkrafträder und -roller ist eine tragende Säule inmitten der Corona-Krise. Bis Ende September wurden bereits über 24.000 Fahrzeuge mehr zugelassen, als im Vorjahr, führte Christoph Gatzweiler, Ressortleiter Technik beim IVM, aus. Bestimmende Faktoren, die zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben, sind aus seiner Sicht, neben den guten Wetterverhältnissen sicher auch grundsätzliche Tendenzen, den Individualverkehr gegenüber dem öffentlichen Nahverkehr in Coronazeiten deutlich zu bevorzugen.

Grundsätzlich hielt Christoph Gatzweiler fest, dass ein wachsender Bestand ein positives Indiz für einen gesunden Markt darstellt, denn zum Stichtag 1. Januar 2020 waren in der Bundesrepublik Deutschland 4,5 Millionen  motorisierte Zweiräder zugelassen, hinzu kommen rund 2 Millionen Zweiräder mit Versicherungskennzeichen.

 

Weiteres großes Thema der virtuellen Jahreshauptversammlung des IVM war die breit aufgestellte Öffentlichkeitsarbeit, die seit jeher auf nahezu allen digitalen Kanälen sehr erfolgreich präsent ist. Hervorgehoben wurde die 2019 initiierte Kampagne „Laut ist out“, die im neuen Design im Corona-Jahr 2020 eine intensive Diskussion mit über 110.000 Interaktionen in den sozialen Medien hervorrufen konnte.

 

„Unser Dank gilt unseren Mitgliedern“, resümiert IVM-Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke die erfolgreich durchgeführte Jahreshauptversammlung 2020, “die Unternehmensvertreter haben Solidarität und Zusammengehörigkeit nicht nur in den Zeiten des harten Lockdowns, sondern auch in der dramatischen Entscheidungsphase des INTERMOT-Aufschubs eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und sie sind auch jetzt bereit, den Verband weiterhin zu stärken und positiv nach vorn zu schauen.“

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