Ride to the future 2.0

Die Sicherheit der Fahrerinnen und Fahrer motorisierter Zweiräder steht im Vordergrund, wenn die Zukunft der Zweiradmobilität auf europäischer Ebene weitergedacht wird. Da die Europäische Union sich verpflichtet hat, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten in den kommenden 10 Jahren drastisch zu senken, startet der europäische Herstellerverband ACEM im Oktober eine neue europäische Sicherheitsstrategie.

ACEM safety strategy 2020

Antonio Perlot, Generalsekretär des Europäischen Verbandes der Motorradhersteller ACEM, und Matthew Baldwin, Europäischer Koordinator für Straßenverkehrssicherheit.

© ACEM

The Safe Ride to the Future 2.0“ richtet die Vision der Motorradbranche in Bereichen wie fortgeschrittene Sicherheitstechnologie und Konnektivität auf eine Umsetzung bis 2030 aus. Zudem geht der Verband auf die Initiative der Branche ein, die Qualität des freiwilligen Motorradtrainings nach der Führerscheinausbildung in Europa durch ein Europäische Trainingsqualitätssiegel (ETQL) zu verbessern.

 

Das Grundsatzpapier beschreibt darüber hinaus, wie der Motorradsektor mit anderen europäischen und nationalen Interessengruppen zusammenarbeitet, um die Umsetzung einer Verkehrspolitik zu fördern, die Motorradsicherheit mit einschließt.

 

Die Motorradbranche unterstützt politische Entscheidungsträger bei der Einführung eines „Safe System“-Ansatzes für das Motorradfahren, wobei die Elemente Mensch, Fahrzeug und Straßeninfrastruktur gleichzeitig berücksichtigt werden. In Verbindung mit einem stärkeren Engagement des öffentlichen und privaten Sektors sowie der Zivilgesellschaft kann dies zu weiteren Verbesserungen der Motorradsicherheit führen.

 

Antonio Perlot, Generalsekretär von ACEM, sagte:„Europaweit werden mehr als 34 Millionen Motorräder, Roller und Kleinkrafträder genutzt. Dies hat erhebliche Vorteile, unter anderem erschwingliche Mobilität, weniger Staus, Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen und Dienstleistungen sowie auch Freude durch Aktivitäten wie Freizeitmobilität, Sport und Reisen. Die Motorradindustrie fordert die nationalen, regionalen und lokalen politischen Entscheidungsträger auf, eine integrative Politik der Motorradmobilität und -sicherheit in ihr Programm aufzunehmen, da dies sowohl den Motorradnutzern als auch der übrigen Gesellschaft zugutekommt.“

 

Auch in der Europapolitik ist der neue strategische Ansatz der Motorradindustrie gut angekommen. Adina Vălean, EU-Kommissarin für Verkehr, begrüßte die Strategie der Branche und freut sich über das Engagement der ACEM: „Die EU hat sich dazu verpflichtet, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 um 50 Prozent zu senken. Damit wir dieses ehrgeizige Ziel erreichen können, setzen wir den „Safe System“-Ansatz um, der alle für die Verkehrssicherheit wichtigen Bereiche umfasst: Infrastruktur, Fahrzeuge, Fahrverhalten und die Betreuung nach einem Unfall. Das Europäische Qualitätssiegel für Motorradtraining wird von der Europäischen Kommission nachdrücklich unterstützt. Ein qualitativ hochwertiges Sicherheitstraining ist tatsächlich ein grundlegendes Element des „Safe System“-Ansatzes. Wir müssen weiterhin gemeinsam an einer besseren Verkehrssicherheit für alle, die auf Europas Straßen unterwegs sind, arbeiten.“

 

Auch Matthew Baldwin, Europäischer Koordinator für Straßenverkehrssicherheit, setzt auf die Einbeziehung der Interessengruppen auf allen Ebenen. Es sei ein effizienter Weg, maßgeschneiderte Sicherheitsinitiativen einzurichten, die für Motorradfreunde von Interesse sind: „Wir werden weiterhin eng mit der Industrie zusammenarbeiten und sind sehr dankbar für ihre Entschlossenheit, uns dabei zu helfen, die Sicherheitsziele zu erreichen, die innerhalb der EU vereinbart wurden und jetzt auch weltweit, auf UN-Ebene, für das nächste Jahrzehnt festgelegt sind.“

Diese Webseite verwendet Cookies. Cookies werden zur Benutzerführung und Webanalyse verwendet und helfen dabei, diese Webseite besser zu machen. Mehr Infos hier: Datenschutzerklärung