IVM Performance Mai 2026

Kommentar des IVM-Hauptgeschäftsführers Uwe Seitz zur Führerscheinreform

Die Führerscheinreform des Bundesverkehrsministers ist grundsätzlich ein starkes Signal pro individuelle Mobilität. Da war mir bei dem Thema in den letzten Jahren deutlich banger. Aus Sicht des IVM ist jede Erleichterung, den Führerschein zu erlangen, begrüßenswert. Auch dann, wenn es aktuell nur um die Pkw-Fahrerlaubnis geht.

Uwe Seitz IVM Hauptgeschaeftsfuehrer

Denn wenn dieser „Pflichtführerschein“ für viele Neu-Erwachsene deutlich erschwinglicher wird, sollten auch eher Mittel für den „Wunschführerschein“ der Klasse A übrigbleiben. Aber für uns ist diese Diskussion an der Stelle längst noch nicht zu ende. Für mich gäbe es gewichtige Ansatzpunkte, die Motorradführerscheine nicht nur günstiger zu machen, sondern im selben Zug auch gehaltvoller im Sinne der Verkehrssicherheit. Hier wird die stufenweise Erlangung der „offenen Klasse“ sogar zum Vorteil, weil sich dieser Aufstieg mit Trainings verbinden ließe, die nicht nur sicherstellen, dass der Motorradnachwuchs von echten Profis gezielt auf die individuellen Kenntnisse gecoacht würde, sondern am Ende auch günstiger wäre als weitere Pflichtstunden in der Fahrschule – lediglich mit stärkerer Motorisierung.

 

Konkret würde dann ein A2-Führerscheinneuling beispielsweise jedes Jahr ein spezielles Motorrad-Training absolvieren müssen, wäre damit optimal auf echte Fahrherausforderungen vorbereitet, kann das auf seinem eigenen Motorrad speziell Eingeübte sofort in seinen Fahralltag integrieren, so zu einem erfahreneren Motorradfahrenden „heranwachsen“ und dann mit entsprechendem Nachweis nach zwei Jahren direkt aufsteigen. Solche Trainings mit den elementaren Grundregeln des Motorradfahrens und praktischen Übungen dazu kosten unter 200 Euro.

 

Aktuell suchen wir zu Reformvorschlägen rund um die Führerscheinklasse A den Austausch mit den entsprechenden Stellen im Bundesverkehrsministerium und sind guter Dinge, schon in einer der nächsten Performance-Ausgaben davon berichten zu können.

Uwe Seitz, IVM Hauptgeschäftsführer
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