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Was sind sie nun, die motorisierten Zweiräder? Die emotionalste Art der Fortbewegung oder doch eher attraktive Mobilitätsalternative?

Wo wollen wir uns positionieren als Motorrad- und Rollerbranche in einem gesellschaftlichen Umfeld, zwischen Faszination und Restriktion? Wo liegen für uns die Perspektiven für die Zukunft nicht nur im Jahr 2010 sondern auch mittelfristig?

Sinnfragen, auf die Motorrad und Roller mehr als eine Antwort geben können. Gerade in Zeiten konjunktureller Krisen hilft es nicht, ängstlich kritische Aspekte zu beleuchten, sondern wir sollten uns auf die Stärken des Produktes besinnen, für das wir uns gemeinsam engagieren.


Welches andere Fahrzeug verbindet so einzigartig geringen Platzbedarf im ruhenden und fließenden Verkehr, niedrigen Treibstoffverbrauch und gleichzeitig ein so hohes Maß an Fahrspaß in einem Konzept.

Noch nie gab es mehr motorisierte Zweiräder in Deutschland als zum jetzigen Zeitpunkt, ein Bestand von etwa 4 Millionen Motorrädern und mehr als 1,5 Millionen kleinmotorisierten Fahrzeugen zeigt, dass wir aus dem Status der Nischenmobilität längst herausgewachsen sind.

Hier müssen wir anknüpfen, die Begeisterung für das Motorradfahren jungen Menschen überzeugend und sicherheitsorientiert vermitteln, den vielen Millionen Führerscheininhabern, die im Moment nicht aktiv fahren die Attraktivität unserer Fahrzeuge näher bringen und auch ältere Zielgruppen mit Interesse am Motorradführerschein gezielt ansprechen.

 

 

Mehr noch als in der
Vergangenheit kann das
schmale Einspurfahrzeug
ressourcenschonende Mobilitäts-
alternative im Großstadtdschungel ebenso sein wie Zubringerfahrzeug in ländlichen Gebieten, wo der Personennahverkehr immer mehr Strecken aus Rentabilitätsgründen stilllegt.

Die Entwicklung und Umsetzung alternativer Antriebskonzepte nicht zuletzt im Elektrobereich gehen bei den Zweirädern schneller voran als in anderen Segmenten, was durch das geringe Fahrzeuggewicht und die entsprechenden Einsatzzwecke ermöglicht wird.

Die Solartankstelle und der Elektroparcours auf der letzten INTERMOT waren ein klares Statement für Zukunftstechnologien beim motorisierten Zweirad, das mit der „grünen Halle“ zur INTERMOT 2010 konsequent weitergeführt wird.

Lassen Sie uns mit wachem Blick und festem Griff die Chancen wahrnehmen, die sich auch und gerade dem Motorrad- und Rollermarkt bieten. 
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Mit besten Grüßen



Hermann Bohrer                 Reiner Brendicke
IVM-Präsident                     IVM-Hauptgeschäftsführer