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Gegenwärtig haben im
Vorfeld der Bundes-tagswahl offensichtlich Politiker aller Parteien ein
Interesse daran, positive Impulse für die Konjunktur zumindest zu
versprechen und den Bürgern eine Zukunft mit erneuten
Wachstums-möglichkeiten in Aussicht zu stellen. Genau hier kann das
motorisierte Zweirad seinen Beitrag leisten, ist es doch eine geradezu
ideale Kombination aus Mobilität und Freizeit-vergnügen. Geringer Verbrauch
und Platzbedarf im ruhenden und fließenden Verkehr sind gerade in den
Großstädten mehr als notwendig. Gute Voraussetzungen für wachsende Zahlen im
Zweiradsektor.
Was wir als Branche aber brauchen sind Rahmen-bedingungen, die den Weg zum
Zweirad nicht erschweren, sondern vereinfachen.
Eine Liberalisierung des Zugangs von PKW-Führerscheinbesitzern zum 125 ccm
Leichtkraftrad könnte hier zu einem echten Konjunkturprogramm werden, das
keine Millionen oder Milliarden im Haushalt benötigt. Es müsste lediglich
bei der Umsetzung der 3. Europäischen Führerschein-richtlinie, die in den
nächsten Jahren ansteht, gemäß zahlreichen Beispielen in Nachbarländern
einfacher werden, zweirädrige Mobilität zu nutzen.
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Der IVM schlägt schon lange
vor, nach einigen Jahren
PKW-Führerscheinbesitz und
damit Verkehrserfahrung sowie
einigen Fahrstunden mit zweiradspezifischen Inhalten die 125 ccm
Leichtkraftradklasse A1 für PKW-Fahrer zu öffnen. Hier existieren echte
Marktchancen für einen Wirtschaftszweig, der mehr als 30.000 Beschäftigte in
der Bundesrepublik repräsentiert und gegenwärtig deutlich unter den Folgen
der schwachen Konjunktur leidet. Politiker aus Bund und Ländern sind
aufgerufen, offen für neue Wege zu sein und in den vom IVM angebotenen
Dialog einzusteigen. Dies gilt gerade für die Vertreter der Bundesländer,
die mehrheitlich gegenwärtig noch skeptisch an die Vorschläge der
Zweiradbranche herangehen. Hier müssen wir mit konstruktiven Konzepten
ansetzen.
Mit besten Grüßen

Hermann Bohrer Reiner Brendicke
IVM-Präsident IVM-Hauptgeschäftsführer
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