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IVM im Gespräch

Das Bundesverkehrsministerium war das Ziel von IVM Präsident Hermann Bohrer und Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke

Hermann Bohrer ist im doppelten Sinn nah dran. Als Leiter des BMW-Motorrad Werks in Berlin mit rund 2.000 Mitarbeitern kennt er die Bedingungen der Motorradproduktion von der Personal-, Technik- und Vertriebsseite sehr genau. Und seine Wege zum politischen Berlin sind kurz. Deshalb führte ihn sein erstes politisches Gespräch als IVM-Präsident ins Bundesverkehrs-Ministerium – zusammen mit Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke. 

Gesprächspartner waren der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- undTreffen im Ministerium Berlin Stadtentwicklung, Jan Mücke, 36,  Mitglied des Deutschen Bundestages, FDP-Bundesvorstand und begeisterter Motorradfahrer sowie von der Bonner Außenstelle des Ministers, Regierungsdirektor Rüdiger May.

So konnten IVM-Präsident und Hauptgeschäftsführer im offenen Gespräch die Wünsche des IVM und seiner Mitgliedsunternehmen formulieren und fanden z. B. mit dem Thema Altersabsenkung beim AM 50 ccm Führerschein von 16 auf 15, in Jan Mücke einen kompetenten und verständigen Gesprächspartner – nicht zuletzt, weil in der ehemaligen DDR die Regelung Einstiegsalter 15 Jahre/60 km/h Höchstgeschwindigkeit problemlos umgesetzt wurde.

Rückblickend auf das Gespräch sieht IVM-Präsident Hermann Bohrer für einen direkten, bedingungslosen Einschluss des 125 ccm A1 Führerscheins in den Pkw-Führerschein noch Diskussionsbedarf. Um die  Aufstiegsregelungen beim Stufenführerschein zu vereinfachen, schlugen Hermann Bohrer und Reiner Brendicke dem Staatssekretär erneut die Schulung als bessere Lösung im Vergleich zur Prüfung vor.

Rüdiger May von der „Außenstelle“ des Bundesverkehrs-Ministeriums in Bonn kritisierte, dass entsprechende Regularien in allen Bundesländern geschaffen werden müssten, um die (Aufstiegs-) Schulung zu vereinheitlichen. Reiner Brendicke brachte mit dem Vorschlag einer ausschließlich durch Fahrlehrer durchgeführten Aufstiegs-Schulung eine Art Kompetenz-Garantie in die Diskussion, die von der Politik positiv aufgenommen wurde.

Gegen die vom Bundesverkehrsministerium immer wieder herangezogen Gefährdungs- und Unfallzahlen-Annahmen, basierend auf Studien der Bundesanstalt für Straßenwesen, setzen die IVM-Vertreter auf glasklar dokumentierte Fakten der gleichen Bundesanstalt: Demnach trat nach Wegfall von Ausbildung und Prüfung beim Aufstieg vom limitierten auf das offene Motorrad in Deutschland keine Verschlechterung der Sicherheitssituation auf.  Staatssekretär Jan Mücke sagte zu, diesen Sachverhalt bei den weiteren Überlegungen zu berücksichtigen.